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Viele kennen ihn nicht, dabei gehört Tardivo zu den aufwendigsten und faszinierendsten Wintergemüsen Italiens. Seine besondere Form, der elegante bitter-süße Geschmack und die traditionelle Herstellung machen ihn zu einem echten Saison-Highlight.
Herkunft
Tardivo stammt vom Radicchio Rosso di Treviso ab – einer traditionsreichen Sorte aus Venetien.
Der Name „Tardivo“ bedeutet „spät“ und beschreibt seine außergewöhnlich späte Reife- und Veredelungsphase.
Dieses Gemüse wurde in der Region rund um Treviso über Generationen kultiviert und gehört heute zu den authentischsten Winterprodukten der italienischen Küche.
Der besondere Anbau
Der Weg zum echten Tardivo ist aufwendig und mit reiner Handarbeit verbunden:
- Zuerst wächst er wie gewöhnlicher Radicchio auf dem Feld.
- Dann wird er geerntet, mitsamt der Wurzel ausgegraben und in warmes Quellwasser gestellt.
- Die Pflanzen stehen dabei komplett im Dunkeln.
- Dort treiben sie erneut aus – langsam, zart und intensiv weinrot.
- Jede Pflanze wird anschließend von Hand gereinigt, sortiert und in Form gebracht.
Dieser traditionelle Prozess verleiht dem Tardivo seine charakteristische Form und seinen unverwechselbaren Geschmack.
Geschmack & Verwendung
Tardivo ist:
- knackig
- leicht bitter
- elegant aromatisch
- und wunderbar vielseitig
Perfekt zum:
- Anbraten wie ein kleines Gemüse-Steak
- Glasieren mit Honig, Butter oder Orange
- Grillen
- oder als raffinierte Vorspeise
Sein dezentes Bitteraroma harmoniert fantastisch mit fruchtigen und warmen Komponenten.
Tipp:
Ein Rezept findest du hier:
👉 Tardivo mit Spaghetti Aglio e Olio
Herzlichen Dank für das Bildmaterial: Photopoetry Shammes
https://photopoetryshammes.de


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